B2C der Ärger mit dem grenzüberschreitenden Versandhandel

Immer mehr Schweizer bestellen Waren über das Internet. Doch wird oft das günstige Schnäppchen im Ausland zu einem Ärgernis weil die Kosten für den Versand oft höher sind als die Ware selber.

Dabei könnten einige Kosten vermieden werden wenn, ja wenn der Absender vorher sämtliche Fragen im Zusammenhang mit der Zollabwicklung klären würde.

Sicher ist nur eines: Der Empfänger trägt sämtliche Risiken und Kosten.

Wir empfehlen vor der Lieferung folgende Punkte zu klären:

Das Kleingedruckte Einige Versandhändler verlangen bis zu CHF 30.- als Versandkosten und somit oft mehr, als der eigentliche Warenwert
Rechnungen Die Ware muss immer eine Rechnung mit den entsprechenden Angaben inkl. Wert aufgeführt ist.
Ursprung Ebenfalls auf der Rechnung MUSS der Warenursprung aufgeführt sein. Ist dies nicht der Fall, so bezahlt der Empfänger Zoll.  Zoll bezahlen muss er auch, wenn die Ware aus einem Drittland wie China, Japan oder Korea kommt.
Begleitpapiere Die Begleitpapiere sind außen anzubringen. Sind diese im Paket, so kostet es nochmals CHF 6.- um das Paket zu öffnen.

 

Was tun, wenn der Lieferant sich trotzdem nicht an obige Empfehlung haltet?

Rechnungen ohne Ursprungsnachweis können nachträglich dem Zoll vorgelegt werden. Dies muss aber sofort geschehen. Muss das Paket geöffnet werden, so können Sie den Lieferanten bitten diese Kosten zu vergüten.

Sind Sie nicht zufrieden mit der Abwicklung der Sendung oder der Ware, so besteht immer noch die Möglichkeit sich an EConsumer zu wenden.  Es handelt sich dabei um ein Projekt von 13 Ländern, die auf einen verstärkten  Konsumentenschutz und ein verbessertes Vertrauen im elektronischen Handel anstreben. Die Schweiz ist ebenfalls durch das SECO vertreten.

 Beschwerde an EConsumer.gov

Welchen Wert hat eine Logistikauszeichnung?

2006 gewinnt die Logistikbasis der Schweizerarmee (LBA) den Swiss Logistics Award. Ein Jahr später im Oktober folgt dann der European Award for Logistics Excellence.

In einem Zeitungsartikel der Solothurner Zeitung vom 29.3.2008 wird,   keine 5 Monate nach Erhalt der Auszeichnung,   von einer Logistikkrise gesprochen weil u.a. die Bestandsentwicklung falsch eingeschätzt wurde.

Die Auszeichnung sei – Zitat:
„Eine durchaus angebrachte Rückvergütung der Logistikberater-Gilde, die in den letzten Jahren für viele Millionen Franken VBS-Aufträge an Land gezogen habe.“

Der Hauptvorwurf an die Verantwortlichen sei eine verhängnisvolle Experten-und Technokratiegläubigkeit.

Die Krise hatte auch personelle  Konsequenzen. Der LBA-Leiter wurde in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.

Angesichts solcher massiver Vorwürfe stellt sich die grundsätzliche Frage, warum solche Auszeichnungen als Vorschusslorbeeren vor der eigentlichen Umsetzung und Erfolgskontrolle vergeben werden.

Container auf der Bahn von China nach Europa

Eine Allianz verschiedener Eisenbahnunternehmen haben einen 700m langen Testzug mit Containern von Bejing in China nach dem Hamburger Hafen durchgeführt.

Die Transitzeit für die rund 10’000km betrug 15 Tage und ist somit wesentlich schneller als der heutige Schiffsverkehr.

Die Deutsche Bahn plant ab 2010 einen Rundlauf-Dienst

Bis dann sind noch einige Probleme auf der Strecke über die Mongolei, Russland, Weißrussland und Polen zu lösen. Dazu gehören u.a. die Transitformalitäten an den Grenzen.

Während ein modernes Containerschiff gut 10’000 TEU transportiert, schafft der Zug gerade einmal 89 TEU. Doch neben der Transitzeit sollen auch die Transportkosten günstiger sein.

China sieht die „Seidenstrasse“ der Bahn als zukünftiges Potential und investiert in den nächsten 5 Jahren in 18 neue Bahn-Container-Terminals.