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Problemlöser?!

Vor einiger Zeit wurde eine kritische Studie von Prof. Jeffrey Pfeffer von der Stanford-University veröffentlicht. Darin heisst es u.a.

„Wer ein Problem intelligent beschreiben kann, ist nicht unbedingt ein guter Problemlöser. Die Lücke zwischen Wissen und Tun weitet sich in vielen Organisationen aus. Mit moderner MBA- und BWL-Ausbildung kommt Führungsnachwuchs in Unternehmen,  der einseitig für elegantes Problembeschreiben qualifiziert ist“

Diese Studie kommt mir immer dann wieder in den Sinn,  wenn sich Unternehmen mit Negativmeldungen in Erinnerung rufen.

CMR – Haftung – Mitschuld des Auftraggebers

Grundsätzlich wird immer davon ausgegangen, dass bei einem Schaden der Frachtführer gemäss CMR haftet sprich SZR 8.33  je kg Rohgewicht oder max. SZR 20’000.- pro Ereignis.

Wie man der ITZ vom 20.7.2007 entnehmen kann hat der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) drei Voraussetzungen definiert, wonach eine Mitschuld des Auftraggebers vorhanden ist, welche zu einer Reduktion einer allfälligen Entschädigung führen kann:

1. Mangelhafte Betriebsorganisation

Der Versender beauftragt ein Unternehmen mit der Transportdurchführung, obwohl er weiss oder hätte wissen müssen, dass es in dieser Firma aufgrund grober Organisationsmängel immer wieder zu Verlusten und Schadenfällen kommt.

2. Hinweis auf mögliche Gefahren

Der Versender informiert das mit der Transportdurchführung beauftragte Unternehmen nicht oder unvollständig über mögliche Gefahren und Risiken.

3. Fehlende Wertdeklaration

Der Versender informiert das mit der Transportdurchführung beauftragte Unternehmen nicht über den effektiven Wert der Lieferung. Dieser Punkt ist um so wichtiger, weil der Versender meistens davon ausgeht, dass der Frachtführer  ja sowieso nur nach kg Rohgewicht haftet.

 

Link:

ITZ – Internationale Transportzeitschrift