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Haftung bei Frachtdiebstahl

Haftung bei Frachtdiebstahl – zu dem Urteil des OLG München vom 17. Juli 2014, Az. 23 U 4545/13

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http://www.gsl-group.ch/__/frontend/handler/document.php?id=257&type=42

Überfüllte Rastplätze – verzweifelte LKW-Fahrer, die, am Ende ihrer Lenkzeit angekommen, vergeblich einen sicheren Standplatz suchen, um die vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten – das ist meist der erste Akt eines Diebstahls-Dramas. Verzweifelt wird der LKW an einer dunklen Stelle abgestellt. Nachdem der Fahrer dann wieder aus seinem Schlaf erwacht, kommt die böse Überraschung: aus dem LKW wurde Ladung entwendet.

Hier stellt sich dann die Frage nach der Haftung. Der Frachtführer beruft sich auf die CMR-Haftungsbegrenzung von 8,33 je Kilogramm Rohgewicht der Fracht nach Art. 17 Abs. 1, 23 CMR, der Auftraggeber besteht auf unbegrenzter Haftung wegen leichtfertiger und in dem Bewusstsein, dass ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde, erfolgter Schadensherbeiführung, Art. 29 CMR. Argument: es war leichtfertig, den Wagen an einer derart unsicheren Stelle abzustellen. Der Versender, der sich im Rahmen seiner sekundären Darlegungs- und Beweislast genötigt sehen wird, den Einwand, ein sicherer Standplatz habe nicht zur Verfügung gestanden, zu entkräften, kann über die Suchmaschine „TransPARK“ auf der Homepage der International Road Transport Union überprüfen, welche sicheren Alternativen in der Region zur Verfügung gestanden hätten und dort nachfragen, ob tatsächlich alle Plätze belegt waren. Dies gelang dem Versender in dem vom OLG München entschiedenen Sachverhalt.

Zudem muss, wie das OLG München klarstellt, das Frachtunternehmen bei seiner Routenplanung berücksichtigen, dass der Fahrer möglichst in der Lage sein muss, sichere Abstellmöglichkeiten innerhalb der vorgegebenen Lenkzeiten zu erreichen. Gerade bei leicht zu stehlender und/oder wertvoller Fracht kann deswegen nicht stets der schnellste, kürzeste oder billigste Weg gewählt werden.

Die Münchener Richter haben in die Diskussion noch einen weiteren Aspekt eingebracht: auch falsche Sparsamkeit des Kunden selbst kann dessen Schadenersatzansprüche erheblich mindern. In dem zugrundeliegenden Fall hatte der Spediteur ausdrücklich einen Sicherheitstransport in einem Kastenwagen mit zweitem Fahrer (zwecks Vermeidung der Einhaltung von Ruhezeiten) angeregt. Der Kunde buchte aber nur einen Planenzug mit einem einzelnen Fahrer. Es war so besonders leicht möglich, durch Aufschlitzen der Plane zwei Drittel der transportierten Tabakwaren zu entwenden. Waren, die wegen ihres Wertes und der leichten Absetzbarkeit am Markt besonders diebstahlgefährdet sind, auf solche Weise transportieren zu lassen, nur um Kosten zu sparen, betrachtet das OLG München als Mitverschulden. Es bejahte deswegen zwar die unbegrenzte Haftung des Spediteurs, kürzte aber den Schadenersatzanspruch des Versenders um 50%.

Die Entscheidung kann im Volltext auf der Internet-Seite des Rechtsanwalts Fredi Skwar abgerufen werden bzw. über folgenden Link:
http://www.ra-skwar.de/blog/olg-muenchen-urteil-vom-17-07-2014-23-u-454513/

Ass. iur. Thorsten Vogl
Associate

Incoterms Decision Chart

An international delivery is not limited to terms and conditions but also involves practical and technical agreements between the buyer, the seller and possible third parties, often in legal, cultural and commercial climates that are quite different. In order to define everyone’s (legal) liability, the Incoterms (International Commercial Terms) were developed. These international agreements regarding the international transport of goods distribute the risks and costs between the various parties involved based on 11 rules as set out in the “Incoterms 2010” developed by the International Chamber of Commerce.

The Belgian Foreign Trade Agency in collaboration with Always Consult provides an easy to use Incoterms Decision Chart.

Link:   http://incoterms.abh-ace.be/en/index.html

 

 

Kizy – Real Time Tracking

Kizy – Real Time Tracking

Up to 1 year battery lifetime, less than 50 grams, localizable in 95% of the world: these are some of the main features of the new K-1 GSM tracker developed by Kizy Tracking.

The Swiss company, which aims for mass application of tracking solutions for the logistics market, has won the Swiss Logistics Award 2015.

Kizy – a complete and simple solution for global object tracking – closes the gap between today’s offering of GPS-based solutions and waypoint tracking of parcels and containers using barcodes or RFID-tags. Thanks to its small size, the K-1 GSM tracker fits everywhere: a container, a pallet, a parcel or an envelope. It stays with the object to follow everywhere in the world. The customer benefits from a continuous tracking from sender to receiver.

Near-real time tracking for the cost of 1 SMS per day
“With the K-1 GSM tracker, Kizy now enables to follow objects where continuous tracking was not economically reasonable before. We lead the way to a continuous analysis of logistic processes and better customer services. The XXIst century’s logistics will be smart and connected. A fascinating market,” concludes Ruud Riem-Vis, CEO of Kizy Tracking Inc.

Kizy operates on the existing mobile communication network (GSM). Contrary to GPS-based tracking systems, Kizy uses minimal energy consumption, has low operating costs and is able to locate objects inside buildings and containers. The suggested end-user price of the K-1 GSM tracker is US$35 and the online tracking service starts at US$0.20 per day. The cost of use is therefore less than one-tenth compared to competing GPS solutions on the market.

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