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Import von Occasions-Lastwagen in die Schweiz

Zeitweise entbehren die Vorschriften aus Bundesbern nicht erst nach dem „Bündnerfleisch“  jeglicher Logik. Hier ein Beispiel:

Lagerfahrzeuge müssen bei einem Wechsel auf die nächste Euro-Emissionsnorm innerhalb eines Jahres auf eine Ausnahmeliste gesetzt werden. Ansonsten ist der Import in die Schweiz nicht mehr möglich. Zudem gibt es eine europäische und eine nationale Ausnahmeliste.  Die Schweiz akzeptiert allderdings nur die europäische Version. In den meisten Fällen aber sind die gebrauchten Fahrzeuge in den EU-Ländern  nach nationalen Listen erfasst. Diese Fahrzeuge können nicht in die Schweiz importiert werden. Somit entsteht die Situation, dass Fahrzeuge der Euro-Norm 0, 1 oder 2 problemlos in die Schweiz importiert werden können. Die umweltfreundlicheren Fahrzeuge der Euro-Norm 5  sind aber mit einer Einreisesperre belegt.

Ab dem Stichtag der Einführung einer neuen Euro-Norm dürfen nur noch Fahrzeuge dieser Norm verkauft weren. Bei Euro-5-Fahrzeugen aus dem Ausland wird diese Regel ebenfalls angewandt. Wurde dieser Lastwaen vor Inkrafttreten der neuen Euro-Norm erstmals zugelassen, kann er über  die europäische Ausnahmeliste importiert werden. Wurde er aber nach Einführung der Euro-6-Norm immatrikuliert ist der Import in die Schweiz nicht möglich.

Alles klar?

Quelle:  Fachzeitschrift Strassentransport der ASTAG Ausgabe 10 2014

Zertifizierung ohne Ende

Die Firma Eckes-Granini macht es vor.  In Zukunft werden Hersteller spezielle Zertifikate von ihren Transport-und Speditionsfirmen verlangen.

So verlangt die Firma Eckes-Granini von ihrem Spediteuren und Transportdienstleistern Nachweise bezüglich Fuhrpark-Check und Green-Check. Ausgestellt werden diese Zertifikate durch die Berater der Logistik Akademie Janz.  Die Kosten gehen selbstverständlich zu Lasten des Dienstleisters.

Als Begründung für diese Nachweise gibt Eckes-Granini Rechtskonformität und umweltgerechte Arbeitsweise an. Bei Ausschreibungen sind entsprechende Zertifikate sogar ein muss.

Bei Eckes-Granini dürfte es in Zukunft nicht bleiben. Weitere Hersteller und Zertifizierer werden folgen.

Quelle: Huss Verlag Sonderausgabe 2014 – Vision Transport

Supply Chain Transparency

Eine Umfrage der EBC Hochschule in Hamburg zeigt, dass nur wenige Verbraucher mit den Informationen über die Wertschöpfungskette zufrieden sind:

28,6% gar nicht zufrieden
64,3% eher nicht zufrieden

Bei der Frage, wie wichtig der Aspekt einer transparenten Wertschöpfungskette sein stand an erster Stelle mit

1. keine Kinderarbeit
2. faire Konditionen für Landwirte und Lieferanten
3. faire Arbeitsbedingungen
4. Herkunft
5. umweltfreundliche Produkte und Transporte
6. beteiligte Unternehmen

Quelle: EBC Hochschule (Campus Hamburg)