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Fakten zur NEAT Stand 1.12.2010

Anlässlich der NEAT-Tagung im Luzerner Verkehrshaus wurde zum Projektstand informiert:

Voranschlag: 8.5 Milliarden Schweizerfranken
Stand heute:   24 Milliarden Schweizerfranken

Mit der geforderten Angebotsentwicklungen und Ausbauten der Bahninfrastruktur öffnet sich eine Finanzierungslücke von rund 1.5 bis 2.3 Milliarden Schweizerfranken PRO JAHR.

Basierend auf dem ursprünglichen Finanzierungskonzept muss sich der FinöV-Fonds beim Bund deutlich höher und länger verschulden. Bezahlen dürfte das wieder einmal mehr der Steuerzahler. Erhöhungen der Billetpreise ist dabei nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Die Schweiz manövriert sich beim öffentlichen Verkehr langsam aber sicher in eine Schuldenspirale.

Die Verlagerung des Güterverkehrs findet zur Zeit nicht statt. Gem. Statistik der BLS hat beim Lötschbergtunnel der Personen- und nicht der Güterverkehr zugenommen. 1997 wurde die Lötschberg-Linie bei 100 Prozent Auslastung zu 73% von Güterzügen und zu 27% von Reisezügen befahren. Nach der Eröffnung des Basistunnels liegt die Auslastung bei 78% wobei 55.9% Reisezüge und nur noch 27.6% Güterzüge. Davon hat die rollende Landstraße einen Anteil von 14.8%

Quelle: Zeitschrift Strassentransport und B. Schlumpf

Logistikforschung

Deutschland macht es wieder einmal vor.  Die Logistik von morgen soll mit 75% der Ressourcen von heute gemeistert werden.  Um dies zu realisieren werden 100 Millionen Euro in die Logistikforschung gesteckt.

Beteiligt sind an diesen 30 Projekten 131 Partner aus Industrie und Forschung.

Auswahl der Projekte:

  • Effizienz in logistischen Anlagen
  • Green Logistics
  • Integrated Air Cargo Hub
  • Multimodal Promotion
  • Good Governance in Logistik-Netzwerken
  • Ressourceneffiziente Instandhaltungslogistik
  • Sichere Transportketten dank multimodaler Logistik
  • Supply Chain Design
  • Supply Chain Execution
  • Sustainable Sourcing Excellence

Das größte Projektvolumen mit 8.5 Mio. Euro ist SMARTI – Smart Reusable Transport Items – Intelligente Ladungsträger mit neuartiger Radiofrequenz-und IT-Infrastruktur (Handelspaletten, Luftfrachtpaletten).

Großer Nutznießer dieser 100 Mio. Euro ist vor allem das Frauenhofer-Institut, welches bei 17 Projekten beteiligt ist.

Ferner gibt es 3 assoziierte Projekte i.e.

  • Logistics Mall – Cloud Computing für Logistik 10 Mio. Euro
  • Logistik Compus – 6.8 Mio Euro
  • Zellulare Intralogistik – 4.1 Mio. Euro

Auch hier ist das Frauenhofer-Institut federführend beteiligt.

Ob sich diese starke Konzentration auf eine Hochschule  bei innovativen Projekten letztlich auszahlt ,müssen die Ergebnisse zeigen.