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Transportkosten steigen in Deutschland

Während wir bei Ausschreibungen zur Zeit Kosteneinsparungen bis zu 25% feststellen, gehen die verschiedenen Indexe  in eine andere Richtung.

Gem. Market Monitor von Capgemini Consulting sind die Preise im Ladungsverkehr in den letzten Monaten deutlich gestiegen und haben sich erst im dritten Quartal verlangsamt. Überproportional  Steigerung bei den Lebensmittel-und Getränketransporten. Auch bei Stückgut steigen die Preise. So hat die Firma Schenker eine Preiserhöhung von mindestens 6% angekündigt.

Die Beratungsfirma PwC hat sich mit den Luftfrachtpreisen befasst.  Gem. einer Umfrage unter deutschen Logistik-dienstleistern und Paketdiensten wird der zusätzliche Aufwand für Sicherheitskontrollen die Branche über 200 Millionen Euro im Jahr kosten.  Zwei von drei Befragten Unternehmen geben dabei an, dass sich die Kosten maximal zur Hälfte an die Kunden weiterbelasten lassen.

Quelle: LOG.Kompass 8.12.2010

Fakten zur NEAT Stand 1.12.2010

Anlässlich der NEAT-Tagung im Luzerner Verkehrshaus wurde zum Projektstand informiert:

Voranschlag: 8.5 Milliarden Schweizerfranken
Stand heute:   24 Milliarden Schweizerfranken

Mit der geforderten Angebotsentwicklungen und Ausbauten der Bahninfrastruktur öffnet sich eine Finanzierungslücke von rund 1.5 bis 2.3 Milliarden Schweizerfranken PRO JAHR.

Basierend auf dem ursprünglichen Finanzierungskonzept muss sich der FinöV-Fonds beim Bund deutlich höher und länger verschulden. Bezahlen dürfte das wieder einmal mehr der Steuerzahler. Erhöhungen der Billetpreise ist dabei nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Die Schweiz manövriert sich beim öffentlichen Verkehr langsam aber sicher in eine Schuldenspirale.

Die Verlagerung des Güterverkehrs findet zur Zeit nicht statt. Gem. Statistik der BLS hat beim Lötschbergtunnel der Personen- und nicht der Güterverkehr zugenommen. 1997 wurde die Lötschberg-Linie bei 100 Prozent Auslastung zu 73% von Güterzügen und zu 27% von Reisezügen befahren. Nach der Eröffnung des Basistunnels liegt die Auslastung bei 78% wobei 55.9% Reisezüge und nur noch 27.6% Güterzüge. Davon hat die rollende Landstraße einen Anteil von 14.8%

Quelle: Zeitschrift Strassentransport und B. Schlumpf