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Einführung AEO in der EU – update

Am 1.1.2008 war der offizielle Start das AEO-Status in der EU. Bis zum 9.12.2008 haben sich 1716 Firmen registrieren lassen  und  502 Firmen wurde das AEO-Zertifikat ausgestellt. Die meisten Anträge kamen aus Deutschland, Schweden, Holland und Großbritannien (140 Registrierungen / 37 Zertifikate)

In Großbritannien hat es im Durchschnitt von der Registrierung bis zum Zertifikat 125 Tage gedauert.

Um den Informationsaustausch  und Best Practice zwischen den EU-Staaten sicher zu stellen,  wurde in Brüssel eine AEO Network Gruppe gebildet. Diese  Gruppe hat u.a. den Auftrag, sämtliche Mitgliedstaaten bis März 2009 zu besuchen und die Umsetzung zu begleiten.

Ferner wurde eine zusätzliche Projektgruppe gebildet, welche die Konsequenzen des modernisierten Zollkodex aufzeigen und Aenderungsvorschläge unterbreiten soll. In dieser Projektgruppe sind auch Mitglieder der SITPRO (The Simpler Trade Procedures  Board).

Sobald diese beiden Gruppen ihre Arbeiten  abgeschlossen haben, sollen die AEO-Richtlinien überarbeitet und  angepasst werden. Dies dürfte noch 2009 passieren.

Die EU-Kommission ist zur Zeit auch in Verhandlungen bezüglich der AEO-Anerkennung mit USA, China,  Japan und Indien.

Mit der Schweiz und Norwegen konnten diese abgeschlossen werden und die Einführung ist auf den 1.7.2009 vorgesehen.

Der Fahrplan sieht weiter vor, dass 2009 eine Vereinbarung mit den USA erfolgt und 2010 mit China, Japan und Indien.

Quelle: HM Revenue and Customs

Investitionen in Bahninfrastruktur

Ob Schweiz oder EU,  die finanziellen Mittel welche für Bahninfrastrukturprojekte bereit gestellt werden sind gigantisch und belaufen sich jeweils  in Milliardenhöhe.

Ob diese Gelder effizient eingesetzt werden interessiert niemand und der Geldsegen wird daher auch dankbar von Hedgefonds angezapft.

In der EU soll es jetzt auch Zuschüsse für die erste und letzte Meile geben.  Verlader können künftig mit bis zu 60% der Investitionskosten für Gleisanschlüsse rechnen.

Gleichzeitig sollen dann diese Gleisanschlüsse in einem europäischen Register für Schieneninfrastrukturen aufgenommen werden. Dies sei, so der zuständige Abteilungsleiter der Europäischen Kommission unerlässlich, damit der Sektor seinen Verkehr planen könne und ungenutzte Teilstücke nicht in Vergessenheit geraten.

Persönliche Anmerkung:

Dies könnte man ja auch so interpretieren dass man Zuschüsse beantragen kann ohne dann den Gleisanschluss überhaupt zu nutzen. Er ist ja dann im Register als „ungenutztes Teilstück“ registriert um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Quelle: BVL Log.Letter 12/10. Dezember 2008