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Studie Lagerlogistik UK 2008

Die Cranfield University hat zusammen mit CILT 2008 eine Studie über die aktuelle Situation der Lagerlogistik in England durchgeführt. Nachstehend einige interessante Ergebnisse:

av. Lagerraumnutzung:

50% Lagerung / 19% Picking and Packing / 8% Added value Aktivitäten / 16% Umschlag und Bereitstellfläche / 7% Diverses

Cross-Docking

Cross-Docking wird in der Schweiz immer wieder als Mega-Trend genannt. Zahlen dazu um diese Aussage zu bestätigen fehlen jedoch.  Die Studie aus England zeigt, dass von 50% aller an der Umfrage beteiligten Firmen nur gerade 5% Cross-Docking betreiben. Von weiteren 25% der Firmen nur gerade 10%.  Auch ist der Trend zu Cross-Docking bei grösseren Firmen eher kleiner.  Gehen wir in einzelne Segmente, so sieht es dann etwas anders aus. Cross-Docking wird vorallem im Handling von Obst, Büchern, Saft, Fisch- und Meeresfrüchten eingesetzt.

Umschlagshäufigkeit p.a.

Der Durchschnitt liegt bei rund 7 x .  Etwa 5% der Firmen haben eine Umschlagshäufigkeit von 21 x und mehr.

Reaktionszeit

Rund 2% aller Aufträge werden noch am gleichen Tag der Bestellung ausgeliefert. 45% am nächsten Tag 22% Tag 2. Rund 10% der Aufträge brauchen immer noch 5 Tage bis zur Auslieferung.

Bei Expressbestellungen werden rund 48% am gleichen Tag ausgeliefert. 44% am nächsten Tag und 2% am Tag 2.  2% der Expressaufträge brauchen auch heute noch 5 Tage bis zur Auslieferung.

Kommissionierung

Papier und Barcode werden auch heute immer noch vorwiegend bei der Kommissionierung eingesetzt. Geplant sind an erster Stelle Pick-by-Voice (plus 10% aller Firmen)  und erst an zweiter Stelle RFID-Technologie ( weniger als 10% aller Firmen). Kein Thema ist Pick-by-Light.

Quelle: Cranfield Unviersity in collaboration with CILT and UKWA

Der Schatz, den (fast) niemand heben will

Auf Grund unserer täglichen Erfahrung gibt es in den meisten Unternehmen noch sehr viel Optimierungspotential. Trotzdem wird diese Tatsache oft verdrängt und die Gründe dafür sind deren viele.

Anmerkung: Heute haben wir die 2. Terminverzögerung für eine Bestellung aus November 2008 erhalten. Die Ware soll nun im April kommen. Tatsache ist, dass diese bereits im Januar geliefert wurde.  Auf das Problem angesprochen erhalten wir als Antwort „Schuld sei das Computersystem und die Sachbearbeiterin“.

Dort wo optimiert wird geht es meistens nur um Teilprozesse und nicht um den Gesamtprozess. Oft geht das zu Lasten einer anderen Abteilung deren Kosten plötzlich überproportional steigen.  Da kann es dann schon vorkommen, dass der Gesamtprozess mehr Kosten verursacht als vor der Optimierung.

Die aktuelle Finanzkrise ist eine Chance, diesen Schatz zu heben. 

Mit unserem Operations Efficiency Assessment haben wir eine wirkungsvolle Methode die Potentiale in sehr kurzer Zeit zu lokalisieren.

Details zum Operations Efficiency Assessment

Um das Thema der praktischen Prozessoptimierung breiter diskutieren zu können haben wir unter

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eine Diskussionsgruppe „Process and Operations Efficiency“ eingerichtet.

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Wir würden uns freuen, wenn Sie aktiv bei den Diskussionen teilnehmen.