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EU: Zollveranmeldung für Drittstaaten

Die elektronische Zoll-Vorabanmeldung für Importe aus Drittstaaten wird in der EU nicht zum 1. Juli 2009 eingeführt. Das hat das Bundesfinanzministerium der DVZ bestätigt. Damit wird die Wirtschaft zunächst von den zusätzlichen Belastungen verschont, die aus der von den USA veranlassten Sicherheitsinitiative resultieren. Da die EU-Kommission die Spezifikation zu spät fertiggestellt hat, kann das Bundesfinanzministerium die Implementierung in das Atlas-System erst zum März 2010 vornehmen. Dann benötigt die Wirtschaft noch Zeit, um die eigenen Systeme und Abläufe hierauf einzustellen. Die EU-Kommission hat deshalb den Staaten eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2010 zugestanden.

Quelle:  BVL

AEO – Authorised Economic Operator

Die Einführung des AEO geht unaufhaltsam voran. Auch in der Schweiz soll der Status ab Mitte 2009 eingeführt werden. Im Moment werden zwischen OZD und EU noch an den letzten Details gearbeitet.

Gleichzeitig muss kräftig die Werbetrommel für dieses (noch) freiwillige System gerührt werden.

Der Fokus liegt zur Zeit weltweit bei den KMUs.  Dabei werden immer noch Umfragewerte aus dem Jahr 2006 publiziert.

Bei dieser Umfrage war auf Platz 1 Kreditwürdigkeit und Image der Firma, Platz 2 Schmuggelbekämpfung, Platz 3  Reduktion der Schwachstellen innerhalb der Supply Chain, Platz 4 Verbesserung der Supply Chain Performance.

Bereits gibt es zahlreiche Beratungsfirmen, welche Unternehmen bei der Einführung des AEO unterstützen. Ebenfalls wurden spezielle Softwareprogramme geschrieben welche helfen sollen, die Vorgaben des AEO mit dem eigenen System zu überprüfen.

Wir haben dazu einen pragmatischen Ansatz gefunden, der von unseren Kunden geschätzt wird. Er lässt sich meistens in die bestehenden Systeme einbinden und die Kosten sind somit gering.

 

Quelle: BASC  – Business Alliance for Secure Commerce

100% Container – Scanning

2007 hat der amerikanische Kongress ein Gesetz zur 100% Container Scanning verabschiedet. Dieses soll per 1. Juli 2012 in Kraft treten.

Das Gesetz betrifft die 18 Millionen Container, welche jährlich in die USA importiert werden. Bereits heute ist klar dass

100% Scanning nicht gleich 100% Sicherheit ist und 2012 die großen Häfen die erforderlichen Massnahmen umgesetzt haben. Kleinere Häfen dürften aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit sein.

Hier einige Facts zum Thema – Stand heute:

  • Von 1995 bis 2006 ist der internationale Verkehr mit Container von 137 Millionen auf 417 Millionen angestiegen
  • Die USA sind an diesem Verkehr mit rund 11% beteiligt
  • Ueber 75% aller Container, welche in die USA importiert werden kommen aus Asien, Davon alleine über 50% aus China
  • 7 Asiatische Staaten generieren 60% aller Container, die aus Asien in die USA importiert werden
  • 99% aller Importe in die USA werden über 25 Häfen abgewickelt. Davon die Häfen von Los Angeles und Long Beach 44%
  • Um mögliche Verzögerungen beim Import zu verhindern werden Alternativen über  Häfen in Mexiko und Kanada geprüft. Diese sollen dann über die Bahn angebunden werden
  • Weltweit sind zur Zeit ca 1300 Scanner im Einsatz
  • Marktanteile der Scanner-Hersteller:  Smiths Detection USA 30% Marktanteil, Nuctech (China)  und SAIC (USA) je 25% Marktanteil, ASNE (USA) 10% Marktanteil und Rapiscan (USA) 6% Marktanteil.
  • Pro Stunde können zur Zeit zwischen 30 und 75 Container gescannt werden
  • Amerika finanziert Pilotprojekte so in der ersten Testgruppe Southampton, Port-Qasim und Puerto Cortès und in einer zweiten Testgruppe  Singapore, HongKong, Pusan und Salalah

Quelle: WCO