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Zollfreilager – Änderungen ab 1.5.2009

Basierend auf dem neuen Zollgesetz wechselt der Status der Zollfreilager und gelten ab dem 1.5.2009  ohne Ausnahme mehrwertsteuerrechtlich als Inland.

Neu sind:
Leistungen im Zollfreilager können – auch wenn sie von der MWST befreit sind – die subjektive Steuerpflicht bei der MWST auslösen (Ziff. 1);

die vereinfachte Einfuhr (Unterstellungserklärung; Form. Nr. 1235/1236) findet bei der Überführung in den freien inländischen Verkehr keine Anwendung mehr; ein analoges Verfahren kann jedoch bei der ESTV beantragt werden (Ziff. 1.3);

Dienstleistungen, die keine Nebentätigkeiten des Transportgewerbes sind und die als im Zollfreilager ausgeführt gelten, sind grundsätzlich zum Normalsatz zu versteuern (Ziff. 1.4).

Wie bisher sind:
Im Zollfreilager können unverzollte/unversteuerte Gegenstände aufbewahrt werden;

Verkäufe von Gegenständen, die sich in einem Zollfreilager befinden, sind von der MWST befreit (Ziff. 1.1 und 1.2);

Bearbeitungen (Lieferungen) von Gegenständen, die sich in einem Zollfreilager befinden, sind von der MWST befreit (Ziff. 1.1 und 1.2);

die Einfuhrsteuer wird erst bei der Überführung in den freien inländischen Verkehr durch die Eidgenössische Zollverwaltung/EZV erhoben (Ziff. 1.3);

Dienstleistungen im Zollfreilager, die als Nebentätigkeiten des Transportgewerbes gelten, sind von der MWST befreit (Ziff. 1.4);

bei Veranlagung von Gegenständen zur Ausfuhr in ein Zollfreilager kann der steuerpflichtige Exporteur nach Erhalt der Veranlagungsverfügung die Steuerbefreiung geltend machen (Ziff. 2);

die Vermietung von Räumlichkeiten in einem Zollfreilager ist von der MWST ausgenommen; eine Option ist grundsätzlich möglich (Ziff. 3).

Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV

AEO/SC-Security Schweiz und EU einigen sich

Die 9. Verhandlungsrunde zwischen der Schweiz und der EU hat eine Einigung in der Frage an künftige Rechtsentwicklungen gebracht. Das Resultat wird jedoch erst später den Medien präsentiert.

Der Vertragstext sieht vor, dass auch nach Einführung der neuen EU-Sicherheitsvorschriften KEINE Vorausanmeldung im Warenverkehr  notwendig ist.

Dies wird durch die Anerkennung gleichwertiger Sicherheitsstandards beider Vertragspartner ermöglicht.

Im Warenverkehr zwischen der Schweiz und den Nicht-EU-Staaten sollen den neuen Sicherheitsvorschriften unterstellt werden. Im direkten Verkehr wird somit eine Vorausanmeldung von Sicherheitsdaten verlangt und eine Risikoanalyse durchgeführt.

Dies betrifft vorallem Lieferungen auf dem Landweg von der Schweiz in Nicht-EU-Staaten.  Beim Import auf dem Landweg von Nicht-EU-Staaten in die Schweiz werden die Sicherheitsdaten am ersten EU-Eingangsort verlangt, wo auch die Risikoanalyse vorgenommen wird. Dies betrifft rund 20% der Einfuhren und rund 40% der Ausfuhren.

Wir unterstützen bereits diverse Unternehmen in der EU in der Frage des AEO-Status. Bei Interesse stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Quelle: Eidg. Finanzdepartement

Inside Shipping

Die Transportindustrie ist meistens ein guter Indikator bezüglich Wirtschaftslage. Nachstehend einige aktuelle Daten aus  der Seeschiffahrt, die das Ausmaß  verdeutlichen:

Baltic Dry Index – Ein Index für die Kosten von Schiffscharter von Rohmaterial wie Stahl, Kohle oder Getreide

Seit Juni 2008 ist der Index um 90% gefallen

Der Charter von Capesize-Schiffen i.e. größer als 80’000 Tons wurde am 5.6.2008 noch mit USD 234’000 pro Tag gehandelt und liegt heute bei USD 8’300 pro Tag

Die Container-Raten sind in den letzten Wochen um rund 30% gefallen.

Reedereien suchen bereits Liegeplätze für Schiffe, die vorerst für 1 Jahr aus dem Verkehr genommen werden. So in den Häfen Southampton, in norwegischen Fjords und in Piraeus.

Quelle: The Telegraph