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Welchen Wert hat eine Logistikauszeichnung?

2006 gewinnt die Logistikbasis der Schweizerarmee (LBA) den Swiss Logistics Award. Ein Jahr später im Oktober folgt dann der European Award for Logistics Excellence.

In einem Zeitungsartikel der Solothurner Zeitung vom 29.3.2008 wird,   keine 5 Monate nach Erhalt der Auszeichnung,   von einer Logistikkrise gesprochen weil u.a. die Bestandsentwicklung falsch eingeschätzt wurde.

Die Auszeichnung sei – Zitat:
„Eine durchaus angebrachte Rückvergütung der Logistikberater-Gilde, die in den letzten Jahren für viele Millionen Franken VBS-Aufträge an Land gezogen habe.“

Der Hauptvorwurf an die Verantwortlichen sei eine verhängnisvolle Experten-und Technokratiegläubigkeit.

Die Krise hatte auch personelle  Konsequenzen. Der LBA-Leiter wurde in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.

Angesichts solcher massiver Vorwürfe stellt sich die grundsätzliche Frage, warum solche Auszeichnungen als Vorschusslorbeeren vor der eigentlichen Umsetzung und Erfolgskontrolle vergeben werden.

Container auf der Bahn von China nach Europa

Eine Allianz verschiedener Eisenbahnunternehmen haben einen 700m langen Testzug mit Containern von Bejing in China nach dem Hamburger Hafen durchgeführt.

Die Transitzeit für die rund 10’000km betrug 15 Tage und ist somit wesentlich schneller als der heutige Schiffsverkehr.

Die Deutsche Bahn plant ab 2010 einen Rundlauf-Dienst

Bis dann sind noch einige Probleme auf der Strecke über die Mongolei, Russland, Weißrussland und Polen zu lösen. Dazu gehören u.a. die Transitformalitäten an den Grenzen.

Während ein modernes Containerschiff gut 10’000 TEU transportiert, schafft der Zug gerade einmal 89 TEU. Doch neben der Transitzeit sollen auch die Transportkosten günstiger sein.

China sieht die „Seidenstrasse“ der Bahn als zukünftiges Potential und investiert in den nächsten 5 Jahren in 18 neue Bahn-Container-Terminals.

DHL erhält in der Schweiz Zugang zu den Postfächern

Die Schweizerische Post und DHL Express (Schweiz) AG haben sich über den Zugang zu den Postfächern für Paketsendungen geeinigt.

Mit der Vertragsunterzeichnung gewährt die Post dem Logistikunternehmen DHL ab Anfang Juli 2008 den Zugang zu ihren Postfächern. DHL kann künftig Pakete, die mit der Postfachadresse des Empfängers versehen sind, zur

Auslieferung an die Post übergeben

 

Quelle: Die Schweizer Post