Zoll und Online-Handel

Wenn es nach dem Bundesrat geht, soll der grenzüberschreitende Online-Handel verstärkt diszipliniert werden.

Dazu hat der Bundesrat am 4.9.2019 einen Bericht unter dem Titel „Gleich lange Spiesse für alle Online-Versandhändler“ veröffentlicht.

Darin enthalten sind 11 Vorschläge mit Fazit:

  1. Erhöhung der Kontrolldichte
  2. Automatisierte und intelligente Risikoanalyse – Umsetzung geplant.
  3. Einsatz von hochtechnisierten Röntgenanlagen und weiteren technischen Geräten. Machbarkeit muss geklärt werden.
  4. Wirkungssteigerung beim Vollzug nicht-zollrechtlicher Erlasse (NZE) – Umsetzung geplant.
  5. Ausbau der internationalen Amtshilfe – Vorschlag wird geprüft.
  6. Käufer liefert Verzollungsabgaben oder macht eine Selbstverzollung – Vorschlag wird geprüft.
  7. Postdienstanbieter retournieren falsch deklarierte Pakete zurück an den ausländischen Absender – Vorschlag wird geprüft.
  8. Mehrwertsteuer-Freigrenze von CHF 5.00 abschaffen – Wird geprüft. EU beabsichtigt, die Waren-Freigrenze von 22 Euro 2021 aufzuheben.
  9. Einführung einer elektronischen Vorausanmeldung – soll ab 2021 schrittweise eingeführt werden.
  10. Ausarbeitung von E-Commerce Leitlinien und Standards – Bereits realisiert. Umsetzung dauert einige Jahre.

Quelle: Bundesrat 4.9.2019

CH-Post Versandhandel

#Post #Paketkosten #Auslandpakete #Zollkosten #eCommerce #B2B #B2C

Neu werden Internethändler wie Amazon oder Zalando, welche in der Schweiz pro Jahr mehr als CHF 100’000.- Umsatz machen, mehrwertsteuerpflichtig. Die Lieferungen gelten als Inlandlieferung. Empfängern in der Schweiz werden diese schon beim Kauf belastet.

Die Post hat somit seit dem 1.1.2019 mit dem Inkasso der Mehrwertsteuer bei den meisten Lieferungen nichts mehr zu tun. Die Post verlangt aber weiterhin Gebühren für das Nichtstun.

Ab einem Warenwert von CHF 65.- den Normalsatz von 7.7% und ab CHF 200.- den reduzierten Satz von 2.5% z.B. bei Büchern.

Postgebühr pauschal für Lieferung aus den Nachbarländern CHF 11.50
Postgebühr pauschal für Lieferungen aus anderen Ländern CHF 16.00

Dazu kommt ein von der Post frei erfundener Warenwertzuschlag von 3 Prozent.

Kunde kann sich kaum gegen die Gebühren wehren. Eine gesetzliche Grundlage gibt es dafür nicht. Der Kunde müsste diese Kosten nicht bezahlen aber die Post zwingt ihn dazu, sonst bekommt er die Ware nicht.

Gilt analog auch für die Paketdienstleister wie DHL und DPD. Auch diese Firmen verlangen Gebühren und haben weder eine rechtliche noch eine vertragliche Grundlage.

Quelle: Ktipp Nr. 5 13.3.2019

50% weniger Lagerfachkräfte

Bis in 10 Jahren werden 50% der Lagerfachkräfte durch Roboter ersetzt sein

Die #Automatisierung der #Lagerlogistik schreitet stetig voran. Der Bedarf an „hybrid workforce“ nimmt weiter zu.
3D Drucker, Roboter, Dronen und die Möglichkeiten, welche die Blockchain bietet, werden in den nächsten Jahren die Agenda bestimmen. Die technologische Entwicklung ist nicht aufzuhalten .

Aktuell Ueberlegungen gehen davon aus, dass in den nächsten 10 Jahren rund 50% aller #Lagerfachkräfte durch Roboter ersetzt werden.
(Logistics Focus August 2018 Dr. J. Miebach, P. Surtees)Der Bedarf an entsprechenden Fachkräften wird somit abnehmen. Die Nachfrage nach Spezialisten im Zusammenspiel von Mensch und Maschine steigt.

 

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