Risiken einer Eilgut Terminsendung

Die Klägerin wollte an einer Ausschreibung teilnehmen. Für die Bieter bestand
eine Angebotsfrist bis 30.04.2013, 11.00 Uhr.
Sie beauftragte die Beklagte, welche verschiedene Eiltarife anbot, die Ausschreibungs-unterlagen zu dem Empfänger zu transportieren und wählte den Tarif „Folgetag bis
10.00 Uhr“. Für diesen Eilauftrag zahlte sie ein gegenüber der normalen Beförderung erheblich erhöhtes Entgelt.
Die Sendung traf am Folgetag erst um 11.45 Uhr bei der Empfängerin ein, so dass das Angebot der Klägerin bei der Ausschreibung nicht mehr berücksichtigt wurde.
Die Schadensumme über 72’000.- Euro.  Wie hat das Gericht entschieden?  Lesen Sie hier weiter.

Was ist eine Expresslieferung?

Für United Parcel Service – UPS – handelt es sich um eine Expresslieferung (Express Delivery) auch dann noch, wenn die Laufzeit von der Uebernahme der Ware bis zur Auslieferung 10 – 12 Tage dauert.

Es stellt sich die Frage, ob für eine solche Leistung die Expresskosten gerechtfertig sind, oder ob nicht vielmehr dahinter ein Verkaufsargument des Lieferanten steht.

Bereits Dell hatte einen Expressdienst eingesetzt um dem Kunden das Gefühl zu geben, seine Bestellung würde super schnell geliefert.  Tatsächlich gab es aber eine Vereinbarung, wonach dem Expressdienstleister bis 14 Tage Laufzeit zugestanden wurden. Die Kosten waren entsprechend tief.

Paketdienstleister sind in Ballungsgebieten oft nicht nur schneller, sondern auch erheblich günstiger als Expressdienstleister. Dies gilt es zu beachten.


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