Switzerland’s eco-friendliest driver 2017

Two years ago, the Optifuel Challenge, an eco-driving competition to find the driver that uses the least fuel, came to a successful conclusion and the Swiss finalists achieved great results at the international grand final in Lisbon.

Switzerland’s commercial vehicle association Astag agreed to partner this year’s event, and provided free training for participants. 48 drivers drove twice round a 40 km course with a Renault T480 T4x2 Optifuel 13 l truck and trailer, and both trips were evaluated in terms of fuel consumption and speed, among others

The Winner – Urs Schori – Bergundthal Transport Ltd.  –  will compete against the 30 best drivers in Europe in the grand final in Spain in October.

Further Details under Link

Source: International Transport Journal  ITJ 20.6.2017 online edition.

Ranking – LKW auf der Ueberholspur

Der Strassentransport ist für ca 20% der CO2-Emissionen verantwortlich. Grossunternehmen gehen davon aus, dass der Treibstoffverbrauch pro Lastwagen jährlich um bis zu USD 10’000.- gesenkt werden kann.  Dazu gehört u.a. auch eine Anpassung des Fahrstils. Neben dem Treibstoffverbrauch spielt auch die Verkehrssicherheit eine Rolle.

Wir haben dazu für 2016 ein Ranking erstellt. Link

LKW auf der Ueberholspur

Kosten und Nutzen bei einem Überholmanöver durch Lastwagen stehen in keinem Verhältnis.

Obwohl der Strassentransport für ca. 20% der CO2-Emissionen verantwortlich ist, gibt es bis heute keine Standards bei den Treibhausgasemissionen. Das hat dazu geführt, dass Firmen wie Nestlé, Philips oder DB Schenker in einem Schreiben die EU aufgefordert haben, solche Standards in den nächsten zwei Jahren einzuführen. Der Fokus wird dabei auf die Senkung des Treibstoffverbrauchs gelegt, welcher – so die Unternehmen – bis zu USD 10‘000.- pro Jahr und Lastwagen ausmachen kann.

Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG hat bereits frühzeitig reagiert und bietet ein entsprechendes Ausbildungsprodukt an. QualiDrive soll den Treibstoffverbrauch senken und die Nachhaltigkeit fördern. Dies lässt sich unter anderem durch einen verbesserten Fahrstil erreichen. Die ersten Erfahrungen mit QualiDrive sind vielversprechend. So berichtet ein Transportunternehmer von jährlichen Einsparungen beim Treibstoff von 200‘000 Litern und mehr als 535 Tonnen CO2.

In der Praxis wird dieser Erkenntnis leider noch nicht überall Beachtung geschenkt.

Vermutlich hat der billige Dieselpreis dazu geführt, dass Lastwagen vermehrt auf der Überholspur anzutreffen sind.

Dabei wird oft verkannt, dass Kosten und Nutzen bei einem Überholmanöver durch Lastwagen in keinem Verhältnis stehen. Auf 100km und einer Geschwindigkeit von 88km/h beträgt die zeitliche Einsparung gegenüber 80km/h gerade einmal 6 Minuten, aber dafür werden 11% mehr Dieseltreibstoff benötigt und die Umwelt stärker belastet.

LKW A 80km/h – LKW B 88km/h = 6 Minuten schneller + 11% mehr Diesel

Ein Lastwagen, der mit 80km/h fährt und von einem Lastwagen mit 85km/h überholt wird, benötigt eine Strecke von 1.5 Kilometer, bis er das Überholmanöver abgeschlossen hat.

LKW A 80km/h wird von LKW B 88km/h überholt = 1500m auf der Überholspur

Kommt dazu, dass der Verkehrsfluss abrupt gestört wird und das Unfallrisiko zunimmt. Kosten und Emissionen steigen überproportional. Dem Firmenimage dürfte das ebenfalls nicht gerade förderlich sein. Unklar bleibt zudem, wie sich das Verhalten auf den Treibstoffverbrauch und den CO2-Ausstoss auf die Personenwagen auswirken, die nach Abschluss des Überholmanövers wieder beschleunigen.

Wir haben die Daten auf der Strecke Kriegstetten – Baden – Kriegstetten vom September 2015 bis Juli 2016 ausgewertet. Link

Fazit:

  • Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem, was Firmen bezüglich Ökologie und Nachhaltigkeit auf der Homepage angeben und teilweise mit Zertifikaten dokumentieren und was dann auf der Strasse tatsächlich passiert.
  • Auffallend bei 2 Unternehmen ist, dass deren Lastwagen sich auch öfters gegenseitig überholt haben.
  • Ein Unternehmen fällt mit 25% aller erfassten Lastwagen auf der Überholspur besonders auf.
  • Bei den meisten Fahrzeugen handelt es sich um Lebensmitteltransporte.
  • Bei der dreispurigen Autobahn zwischen den Verzweigungen Härkingen und Wiggertal kommt es tendenziell zu mehr und längeren Lastwagenrennen. Nicht zuletzt vermutlich darum, weil hier die Strecke leicht ansteigt.

Seit Jahren beklagen sich die Verantwortlichen der Transportbranche über Preisdruck und die kleine Rendite.

Aufgrund unserer Auswertungen scheint diese Aussage nicht für alle Unternehmen zu stimmen.

Bald stehen wieder Verhandlungen über die Transportpreise 2017 an. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit unserem Wissen.


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