Handlungsempfehlungen zur Supply Chain in Krisenzeiten

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Corona-Krise belastet die Supply Chains. Probleme werden auch in absehbarer Zeit wieder auftreten. Um konkrete und belastbare Handlungsempfehlungen geben zu können, bedarf es einer exakten Analyse der Problemszenarien. Wir führen deswegen diese Umfrage (Aufwand 3 Minuten) durch und bitten Sie um Beantwortung der Fragen.

Hier geht es zur Umfrage https://www.survio.com/survey/d/D9F3P4Q1N7S7J5X4I

Aus den Ergebnissen resultierende Handlungsempfehlungen werden auf unserer Homepage unter https://www.gsl-group.ch/de/presse/ publiziert. Bereits heute finden Sie dort interessante Artikel und Handlungsempfehlungen zu diesem Thema.

Wir danken Ihnen im Voraus herzliche für die Beantwortung der Fragen.

Corona-Krise u. Rechtsansprüche

Corona-Krise und Rechtsansprüche

Effiziente Durchsetzung von Rechtsansprüchen in der Corona-Krise – Schiedsgerichtsbarkeit als Alternative.

I. Problemstellung

Ihre Lieferkette ist zusammengebrochen? Ihre Transporte bereiten Probleme? Sie haben Schwierigkeiten mit Lieferanten und/oder Kunden? Die Corona-Krise wird zu zahlreichen juristischen Problemen führen. Gerichte werden mit stark wachsenden Fallzahlen zu kämpfen haben. Hinzu kommt, dass vielfach der Gerichtsbetrieb nur noch eingeschränkt funktioniert und teilweise auf unaufschiebbare Tätigkeiten (z. B. einstweiliger Rechtsschutz) beschränkt ist. Bereits jetzt werden Gerichts-termine aufgehoben und Fristverlängerungsgesuche grosszügig beschieden. Das Korsett staatlicher Prozessordnungen zwingt oftmals zu mündlichen Verhandlungen und zu Reisen zum und zur Anwesenheit im Gerichtssaal – derzeit oft nicht möglich und schon gar nicht ratsam. Wer also auf eine schnelle Entscheidung angewiesen ist, muss sich die Frage nach Alternativen zu der Anrufung staatlicher Gerichte stellen.

II. Die Schiedsgerichtsbarkeit als Alternative

Die Schiedsgerichtsbarkeit vermag zu helfen. Hier ist man nicht in das Korsett der für den Prozess vor staatlichen Gerichten bestehenden Regelungen gebunden. Verhandlungen auf dem Distanzwege etwa über Videokonferenzen, per Telefonschaltung oder ganz einfach schriftlich ermöglichen Schieds-gerichten ein uneingeschränktes Funktionieren und ein risikoloses Verhandeln auch in Zeiten der Krise. Die gewohnten weiteren Vorzüge wie der fehlende Instanzenweg, der eine schnelle Endentscheidung ermöglicht und die erleichterte internationale Vollstreckbarkeit infolge der Anwendung des New Yorker Übereinkommens über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schieds-sprüche vom 10. Juni 1958 helfen ebenfalls, auf dem Schiedsrechts-Wege Ansprüche rasch durchzusetzen.

III. Prozessführung und Liquiditätsprobleme

Die weitere Entwicklung ist derzeit nicht vorhersehbar – kommt eine zweite Welle? Kommen weitere Einschränkungen? Führen zusammenbrechende Lieferketten, Insolvenzen von Geschäftspartnern, das Wegbrechen zu Kunden zu Problemsituationen, in denen Liquidität wichtig ist, was das Führen teurer Prozesse erschwert. Eine gute Schiedsinstitution wird Sie in dieser Situation auch zu der Möglichkeit der Prozessfinanzierung beraten.

Haben Sie Fragen? Die GSL Consulting arbeitet eng mit der Ständigen Schweizerischen Schiedsgerichts-Organisation (SGO) in Zürich zusammen und berät Sie gerne dazu, wie Sie im Einzelfall am Besten vorgehen sollten, um Ihre Rechte effizient durchzusetzen.

Ass. iur. Thorsten Vogl
Associate


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Künstliche Intelligenz & Cyber Crime

Das Coronavirus bringt einen Digitalisierungsschub. Damit einhergehend ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Für Hacker bringt die stetig wachsende Anzahl von IoT-Geräten, eine unerschöpfliche Zunahme neuer Einfallstore. Wenig verwunderlich, wenn sich diese in Zukunft die KI zur Automatisierung ihrer Angriffe zu Nutze machen.

Viele IoT Geräte haben keinen IoT-Security-Standard und lassen sich auch nicht updaten. Wer das sagt ist Derek Manky – Chief Security bei www.fortinet.com. Bereits 2015 wurde darauf hingewiesen, dass sich im IoT die Hacker-Angriffe auf physische Ziele ausweiten. Dazu gehören u.a. Infrastruktur- und Industrieanlagen, Haustechnik, Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Dank Automatisierung können Hacker die Sicherheitslücken schneller finden und ausnutzen. Der Einsatz von AI bei Swarm-Bots bringt auch der Hackergemeinschaft ganz neue Möglichkeiten. Manky bringt das Beispiel, wonach z.B. ein Angreifer einen Netzspeicher (NAS) und einen Drucker in ein Bot verwandelt. Beide infizierten Geräte sehen nur einen bestimmten Teil des Unternehmensnetzes. In der Folge tauschen sie sich gegenseitig über ihre Beobachtungen aus, lernen voneinander und arbeiten danach zusammen.

Wenn KI-Systeme auch zur Abwehr von Attacken eingesetzt werden, entsteht ein solcher “Krieg” zwischen KI-Systemen in Sekundenbruchteilen. Ein Chance darauf zu reagieren gibt es nicht und es kann sein, dass dieser Kampf bereits vorüber ist,  bevor er bemerkt wird.

Früher waren die Zeitfenster für Angriffe viel länger. Heute reduziert sich das dank Automatisierung auf Minuten und mit KI sowie Machine Learning auf Millisekunden, wenn nicht noch schneller.

Aus Datenschutzrecht und auch Vertragsrecht folgen Schutzpflichten, die erfüllt werden müssen. Wichtig dabei ist die Beweislast. So hat die betroffene Firma aufzuzeigen, dass die Daten adäquat gesichert sind, wozu der Einsatz der notwendigen Software zählt. Ist der Hacker im System, so ist das ein Zeichen, dass die Schutzmechanismen versagt haben.

In der Supply Chain, wenn die Daten international durch viele Hände gehen, wird es schon schwieriger. Dort stellt sich die Frage nach dem geltenden Datenschutzniveau, da z.B. in China diese anders sind als in der Schweiz. Auch dort muss das betroffene Unternehmen/Behörde nachweisen, dass das erforderliche Schutzniveau erfüllt ist.

 Die Frage nach dem geltenden Datenschutzniveau stellt sich dort. Ist ja z.B. in China anders als in der Schweiz. Zwar muss auch dort der Betroffene nachweisen, das er das erforderliche Schutzniveau erfüllt hat – aber welches ist das? Deswegen sollte man unbedingt die Datenschutz-Anforderungen vertraglich klären. Bei Bedarf stehen wir gerne zur Verfügung.


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