Menschenrechte und Supply Chain

Zwangsarbeit und Menschenhandel in der Supply Chain

Die Supply Chains werden immer länger – wer weiss schon, was sich am anderen Ende der Kette abspielt?

Dieses Nichtwissen kann gefährlich werden!

Ein Unternehmen, dessen Produkte in irgendeiner Form mit Kinderarbeit, Menschenhandel oder Zwangsarbeit in Verbindung gebracht werden, erleidet einerseits einen Imageschaden, der zum Wegfall breiter Kundenschichten führen kann.

Jedoch drohen auch massive juristische Gefahren. Den Ball ins Rollen brachten die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die 2011 verabschiedet wurden. Zudem wurde in die Organisation for Economic Cooperation and Development Guidelines for Multinational Enterprises (“OECD Guidelines”) ein ähnlicher Sorgfaltsmassstab eingearbeitet, wie ihn die UN-Leitprinzipien enthalten. Dort wird den Mitgliedsstaaten zudem die Errichtung von Contact Points auferlegt, bei denen Beschwerden über Menschenrechtsverletzungen eingebracht werden können.

Lesen Sie weiter Link https://www.gsl-group.ch/de/presse/

Neues Verpackungsgesetz

Per 1. Januar 2019 löst in Deutschland das #Verpackungsgesetz (VerpackG) die ältere #Verpackungsverordnung ab. Die Änderungen betreffen auch schweizerische Exporteure.

Grundsätzlich gilt: Wer gewerbsmässig Verpackungen zum Schützen, Vermarkten oder Versenden von Waren in den #Wirtschaftskreislauf Deutschlands bringt, muss diese Verpackungen ordnungsgemäss entsorgen. Enden Verpackungen beim privaten Verbraucher oder bei gleichgestellten Anfallstellen (wie etwa Gastronomie oder Verwaltungen), muss der Hersteller zwingend ein so genanntes Duales System zur fachgerechten Entsorgung beauftragen. Die neu Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, Osnabrück, registriert zukünftig alle Hersteller, nimmt die Datenmeldungen der Hersteller und Systeme entgegen und überwacht die Systembeteiligung der Hersteller. Mit dem Verpackungsgesetz sollen die Recyclingquoten verbessert sowie Verpackungsmittelabfälle stärker reduziert werden. Mit der neuen Registrierpflicht wird zudem Transparenz beim Marktverhalten der Hersteller geschaffen und die Unterlassung der Systembeteiligung verhindert.

Wer ist zur Registrierung verpflichtet: Laut Gesetz muss sich jeder Hersteller registrieren lassen. Mit Hersteller ist nicht der Produzent der Verpackung im eigentlichen Sinne gemeint, sondern derjenige, der erstmals in Deutschland eine mit Ware bestückte Verpackung gewerbsmässig zum Vertrieb, Verbrauch oder zur Verwendung in Umlauf bringt. Diese Registrierpflicht gilt uneingeschränkt auch für ausländische Hersteller. Neu wird auch der Versand- und #Online-Handel erfasst.

Quelle: HK Deutschland – Schweiz


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