“Cargodrome” in prov. Nachlassstundung

Die Wiler Terminal & Logistik AG “WTL”, Betreiberin des “Cargodrome” in Wiler bei Utzenstorf befindet sich in provisorischer Nachlassstundung.

Der Nachlassrichter wird am 6. Oktober definitiv entscheiden.

Der intermodale Terminal wurde, trotz erheblichen Widerständen aus der Bevölkerung, mit Millionen von Bundesamt für Verkehr BAV subventioniert und 2003 in den Betrieb genommen.

Bereits im Februar 2004 hat die RM angekündigt, man wolle die WTL aus der RM ausgliedern. Als Gründe wurde die Fusion mit der BLS angegeben.  Vielleicht war es aber auch schon die Erkenntnis, dass der Terminal nie profitabel bewirtschaftet werden kann.

2006 hat dann der australische Investor Babcock&Brown die WTL zusammen mit Crossrail AG und der Schreinerei Robert Schütz von der RM gekauft.

Bereits vor 3 Jahren war klar, dass der Terminal unter den bestehenden Rahmenbedingungen nicht überleben wird. Das BAV hat aber, in Kenntnis der Situation darauf verzichtet, das Darlehen zurück zu fordern.  Ueber die Gründe kann nur spekuliert werden.

Gewährt der Richter im Oktober definitiv eine Nachlassstundung so erhält das Unternehmen eine Frist, andere Lösungen zu suchen. Im Vordergrund, so die Sachwalterin Transliq, steht ein Verkauf.

Unklar bleibt, was mit dem Terminal in Domodossola passiert. Auch dieser wurde vom BAV finanziell unterstützt.

Interessantes (politisches)  Detail: Die RM hatte damals eine aggressive Ausbaupolitik betrieben. Diese finden wir heute wieder in der RBS (Regionalverkehr Bern-Solothurn) u.a. überdimensionierter Tiefbahnhof in Bern, Doppelspur Bern-Solothurn, Erhöhung auf 120km/h auf der ganzen Strecke (Zeitgewinn rund 4 Minuten), Mobilfunkstandorte lässt man vom BAV finanzieren und an den meistbietenden weitervermieten, Bahnhöfe sollen abgerissen und durch neue ersetzt werden (Verkaufsfläche lässt sich vermieten und die Investition mittels zinslosem Darlehen über 20 Jahre vom BAV finanzieren) usw.

Sowohl im Verwaltungsrat der damaligen RM als auch im VR der RBS saß bzw. sitzt der Stadtpräsident von Solothurn.

Quelle u.a.: Bernerzeitung BZ

Jährliche Regalinspektionen

Seit Mai 2007 gibt es die Norm DIN EN 15635. Diese schreibt vor, dass Lagerbetreiber mindestens einmal jährlich ihre Regalanlagen durch eine fachkundige Person auf ihre Sicherheit überprüfen lassen.

Ab 30. Juli wird das in Deutschland zur Pflicht.

Selbstverständlich bieten die Regalhersteller gegen Bezahlung diesen Service an.

Gem. Regalhersteller können so Präventivmaßnahmen früher und Reparaturkosten geringer gehalten werden. Der ROI setze bei einer störungsfreien und dementsprechend weniger wartungsintensiven Anlage deutlich früher ein.

Die Hersteller freut diese Vorgabe ganz bestimmt.

Wann eine solche Regalinspektion in der Schweiz eingeführt wird, dürfte wohl nur noch eine Frage der Zeit sein.

Veröffentlichungen zu SCM

Welche Universitäten war zwischen 2005 und 2007 am produktivsten  bezüglich Veröffentlichungen zum Thema Supply Chain?

Das Transportjournal der AST&L ist dieser Frage nachgegangen. Nachstehend die Antwort.

1. Cranfield University (UK)

2. Cardiff University (UK)

3. Michigan State University (USA)

4. University of Tennessee (USA)

5. University of Maryland (USA)

6. Arizona State University (USA)

7. Imperial College London (UK)

8. Lund University (Sweden)

9. University of Alabama (USA)

10. Iowa State University und University of Nevada-Reno (USA)

 

Quelle: CSCMP Q2/2009