Investitionen in Bahninfrastruktur

Ob Schweiz oder EU,  die finanziellen Mittel welche für Bahninfrastrukturprojekte bereit gestellt werden sind gigantisch und belaufen sich jeweils  in Milliardenhöhe.

Ob diese Gelder effizient eingesetzt werden interessiert niemand und der Geldsegen wird daher auch dankbar von Hedgefonds angezapft.

In der EU soll es jetzt auch Zuschüsse für die erste und letzte Meile geben.  Verlader können künftig mit bis zu 60% der Investitionskosten für Gleisanschlüsse rechnen.

Gleichzeitig sollen dann diese Gleisanschlüsse in einem europäischen Register für Schieneninfrastrukturen aufgenommen werden. Dies sei, so der zuständige Abteilungsleiter der Europäischen Kommission unerlässlich, damit der Sektor seinen Verkehr planen könne und ungenutzte Teilstücke nicht in Vergessenheit geraten.

Persönliche Anmerkung:

Dies könnte man ja auch so interpretieren dass man Zuschüsse beantragen kann ohne dann den Gleisanschluss überhaupt zu nutzen. Er ist ja dann im Register als „ungenutztes Teilstück“ registriert um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Quelle: BVL Log.Letter 12/10. Dezember 2008

Hauptsitz in der Schweiz?

Warum sollen Firmen aus Asian ihren Hauptsitz in die Schweiz verlegen?

OSEC, Swiss-American Chamber of Commerce und McKinsey haben dies in einem Strategieheft versucht aufzuzeigen:

1. Standort im internationalen Vergleich der Top 15

Während die Schweiz 2002 noch auf Rang 15 figuriert war sie 2007 und 2008 auf Platz 2 hinter den USA aber vor Dänemark, Schweden, Singapur,  Finnland und Deutschland.

2. Wie unternehmerfreundlich ist die Schweiz?

Hier findet sich die Schweiz nur gerade auf Rang 21.  Das unternehmerfreundlichste  Land und somit Rang 1  ist Singapur, gefolgt von Neuseeland, USA, Hongkong, Dänemark, Großbritannien

3. Wie einfach ist es, ein Unternehmen zu gründen?

Hier ist die Schweiz abgeschlagen auf Rang 52. Auf Rang 1 steht Neuseeland, gefolgt von Kanada, Australien, Georgien, Ireland und den USA.

Vor der Schweiz liegen übrigens auch noch auf Rang 9 Puerto Rico, 11 Jamaika, 12 Mazedonien, 13 Aserbeidschan.

Quelle: OSEC Swiss-American Chamber of Commerce, McKinsey / Asian headquarters in Europe – a strategy for Switzerland – November 2008

Zollfreilager – Änderungen ab 1.5.2009

Basierend auf dem neuen Zollgesetz wechselt der Status der Zollfreilager und gelten ab dem 1.5.2009  ohne Ausnahme mehrwertsteuerrechtlich als Inland.

Neu sind:
Leistungen im Zollfreilager können – auch wenn sie von der MWST befreit sind – die subjektive Steuerpflicht bei der MWST auslösen (Ziff. 1);

die vereinfachte Einfuhr (Unterstellungserklärung; Form. Nr. 1235/1236) findet bei der Überführung in den freien inländischen Verkehr keine Anwendung mehr; ein analoges Verfahren kann jedoch bei der ESTV beantragt werden (Ziff. 1.3);

Dienstleistungen, die keine Nebentätigkeiten des Transportgewerbes sind und die als im Zollfreilager ausgeführt gelten, sind grundsätzlich zum Normalsatz zu versteuern (Ziff. 1.4).

Wie bisher sind:
Im Zollfreilager können unverzollte/unversteuerte Gegenstände aufbewahrt werden;

Verkäufe von Gegenständen, die sich in einem Zollfreilager befinden, sind von der MWST befreit (Ziff. 1.1 und 1.2);

Bearbeitungen (Lieferungen) von Gegenständen, die sich in einem Zollfreilager befinden, sind von der MWST befreit (Ziff. 1.1 und 1.2);

die Einfuhrsteuer wird erst bei der Überführung in den freien inländischen Verkehr durch die Eidgenössische Zollverwaltung/EZV erhoben (Ziff. 1.3);

Dienstleistungen im Zollfreilager, die als Nebentätigkeiten des Transportgewerbes gelten, sind von der MWST befreit (Ziff. 1.4);

bei Veranlagung von Gegenständen zur Ausfuhr in ein Zollfreilager kann der steuerpflichtige Exporteur nach Erhalt der Veranlagungsverfügung die Steuerbefreiung geltend machen (Ziff. 2);

die Vermietung von Räumlichkeiten in einem Zollfreilager ist von der MWST ausgenommen; eine Option ist grundsätzlich möglich (Ziff. 3).

Quelle: Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV