CMR – Haftung – Mitschuld des Auftraggebers

Grundsätzlich wird immer davon ausgegangen, dass bei einem Schaden der Frachtführer gemäss CMR haftet sprich SZR 8.33  je kg Rohgewicht oder max. SZR 20’000.- pro Ereignis.

Wie man der ITZ vom 20.7.2007 entnehmen kann hat der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) drei Voraussetzungen definiert, wonach eine Mitschuld des Auftraggebers vorhanden ist, welche zu einer Reduktion einer allfälligen Entschädigung führen kann:

1. Mangelhafte Betriebsorganisation

Der Versender beauftragt ein Unternehmen mit der Transportdurchführung, obwohl er weiss oder hätte wissen müssen, dass es in dieser Firma aufgrund grober Organisationsmängel immer wieder zu Verlusten und Schadenfällen kommt.

2. Hinweis auf mögliche Gefahren

Der Versender informiert das mit der Transportdurchführung beauftragte Unternehmen nicht oder unvollständig über mögliche Gefahren und Risiken.

3. Fehlende Wertdeklaration

Der Versender informiert das mit der Transportdurchführung beauftragte Unternehmen nicht über den effektiven Wert der Lieferung. Dieser Punkt ist um so wichtiger, weil der Versender meistens davon ausgeht, dass der Frachtführer  ja sowieso nur nach kg Rohgewicht haftet.

 

Link:

ITZ – Internationale Transportzeitschrift

Wernli Buiscuit- Transporte durch Firma Anton Häfliger, Sursee

 

 

Wie die Firma Nordeck International Holding  am 20.7.2007 mitteilt, beliefert die Transportfirma Anton Häfliger AG in Sursee  den Handel in der Schweiz und auf internationaler Ebene mit den Erzeugnissen aus dem solothurnischen Trimbach (Jura Waffel, Choco-Beurres).

Die Firma war bis heute bekannt als eine der führenden Unternehmen im Bereich der Kühltransporte innerhalb der Schweiz.

Nicht bekannt war, dass Häfliger scheinbar über ein internationales Netzwerk für den Transport dieser Güter verfügt.

Unklar ist auch, warum die Pressemitteilung von der Nordeck International Holding kommt nota bene einer Firma, welche sich auf Outsourcing von Rechnungswesen, Personalabrechnung etc. spezialisiert hat.

 

Links:

Pressemittieilung Nordeck International Holding

Nordeck International Holding

Anton Häfliger AG

Wernli AG Biscuitfabrik

Operations Audit

 

Das Qualitätsprüfungsverfahren „Operations Audit“ bietet gegenüber bekannten und auf theoretischem Wissen aufgebauten Audit-Formen grosse Vorteile. Mit einem geringen Zeit-und Personalaufwand werden durch praktisches Erleben der Geschäftsprozesse sehr rasch Schwachstellen aufgeeckt und Massnahmen zur Effizienzsteierung generiert.

„Operations Audit“ ist zudem eine ideale Ergänzung zur „Due Diliguence“.